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KETTLER reloaded

Referenten
Prof. Gert Trauernicht, Andreas Kalweit, Christof Ronge, Stephan Geiger

Im Studiengang Industrial Design gibt es eine lange Tradition von Kooperationsprojekten, die gemeinsam mit der Industrie bzw. mit öffentlichen Trägern entwickelt wurden. In diesem Jahr feiert die Kooperationsplattform Visionlabs ihr 10-jähriges Jubiläum. Visionlabs ist eine Plattform für visionäre Forschungs- und Entwicklungsprojekte und hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer professionell ausgerichteten Plattform für Zukunftsvisionen entwickelt. In der 10-jährigen Geschichte finden sich bekannte Namen wie John Deere, Henkel, Kone, Poggenpohl, Dornbracht, Bosch, Lufthansa und Braun, um nur einige zu erwähnen. Visionlabs steht für einen Innovationsprozess, der sich auf unterschiedlichste Themen und Aufgabenstellungen immer wieder neu übertragen lässt. Die langjährige Erfahrung in der Konzeption und Durchführung dieser Projekte war nun auch die Grundlage für das jüngste Kooperationsprojekt des Studiengangs mit der Kettler GmbH

Probemstellung
Kettler hat als freizeitorientierte Traditionsmarke in den letzten Jahren zunehmend den Anschluss an seine eigene Zielgruppe verloren. Das Produktprogramm ist eher Hersteller-, denn Marktorientiert und bedarf einer Neuorientierung. 

Aufgabenstellung
Das Projekt „Kettler_reloaded“ sollte dazu dienen, visionäre Ansätze für die Weiterentwicklung und Revitalisierung der Fahrradsparte von Kettler zu entwickeln. Dabei ging es sowohl um die konstruktiv konzeptionelle wie auch um die gestalterische und imagehafte Auslegung des Themas. Im Laufe des Projektes sollten daher einerseits bestehende Fahrradkonzepte konstruktiv bzw. konzeptionell neu überdacht werden, andererseits geht es auch und gerade um die Weiterentwicklung, Vermittlung und Kommunikation der Marken und Traditionswerte von Kettler mit den Boardmitteln des Industriedesigns.

Prozess und Vorgehen
In dem am Studiengang etablierten Innovationsprozess steht zunächst immer ein detailliertes Research der unterschiedlichen Interessenslagen sowie die Nutzer- und Kontextbedingungen im Mittelpunkt der Aktivtäten. Erst auf Basis dieser Recherche ist es möglich, Aussagen über etwaige Potentialfelder für technischen und nutzungsorientierten Fortschritt zu machen. Zur Recherche gehörten ebenso die genaue Analyse bestehender Konzepte und Nutzungsszenarien in der regionalen Umgebung, wie auch das „Benchmarking“ im europäischen Kontext, bei dem einzelne Problemfelder vergleichend in verschiedenen deutschen Regionen und europäischen Ländern analysiert und beurteilt werden. Die abgeleiteten Potentialfelder bilden schließlich sowohl die Grundlage für die Innovationen der aufgesetzten Konzepte, als auch für die Anforderungen an die Neuinterpretation der Marke Die Stärke des Innovationsprozesses liegt vornehmlich in der frühen „Erfahrbarkeit“ der Konzeptansätze und ihrer Innovationsaspekte, somit vor der eigentlichen Entwicklungsarbeit. Dieses „Preexperience“-Modell erlaubt den Projektpartnern bereits im frühen Stadium den Einblick in die Praktikabilität verschiedener Konzeptansätze.

Team und Set up
Das Projekt wurde von einer sehr großen studentischen Gruppe durchgeführt. Den individuellen Fähigkeiten und Interessen entsprechend wurden dann kleinere Arbeitsgruppen gebildet um einzelne Themenstellungen darin zu bearbeiten.

Max Barnsteiner, David Siepmann
Sandra Czogalla & Daniela Hassa
Matt Gill
Claus Christian Gronau
Carlo Hackeloer
Phillip Heinrich
Jessica Hiemer
Mahna Hosseini
Christoph Kuppert & Leona Winter
Jonas Michels
Arina Nechaeva, Stefan Reichert & Sven Schulte-Tillmann
Isilay Oezcay
Nina Pesch
Thomas Theling
Wang Youyun