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Liesa Maier

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Thema der Dissertation

Design for Aging: bedürfnis- und ressourcenorientierter Designansatz zur Unterstützung der eigenständigen Lebensweise älterer Menschen ab 65-Jahren im eignen Haushalt im Kontext des demografischen Wandels. 

Was ist das Forschungsproblem, womit Sie sich beschäftigen?

Wie kann die Eigenständigkeit allein lebender Männer und Frauen im höheren Lebensalter ab 65 Jahren mittels einem Designansatz, der die Bedürfnisse und Kompetenzen älterer Menschen in den Mittelpunkt stellt, unterstützt werden? 

Was ist der Forschungshintergrund?

Aufgrund des demografischen Wandels wird 2060 jeder Dritte in Deutschland älter als 65 Jahre sein (vgl. Statistisches Bundesamt, 2009). Da es gleichzeitig weniger jüngere Menschen geben wird, werden Ältere darauf angewiesen sein, ihre Umwelt ohne die Hilfe anderen benutzen zu können (vgl. Lehr, 2008). Die Architektur (barrierefreies Wohnen), die Technik (Ambient Assisted Living) und das Design (Universal Design, Design for All, barrierefreies Design etc.) haben erste Lösungsansätze zur Erleichterung des Alltags entwickelt. Dabei wurde z.B. die Nutzbarkeit von Design für alle Menschen und die Vermeidung von Barrieren in der Gestaltung untersucht. 

Was ist Ihre konkrete Forschungsfrage und warum?

Wie kann Design (disziplinübergreifend) unterstützend dazu beitragen, dass alternde Menschen ab 65-Jahren in Deutschland im Kontext des demografischen Wandels in der eigenen Wohnung eigenständig leben können? Die Forschung findet designdisziplinübergreifend statt, da der Lebensalltag alternder Menschen in Deutschland von allen Designdisziplinen geprägt ist. Weil der Großteil der Menschen in Deutschland in der eigenen Wohnung wohnen bleiben möchte (vgl. Generali Altersstudie, 2012), liegt der Fokus auf der Erhaltung und Unterstützung der eigenständigen Lebensweise im eigenen Haushalt. Da die Folgen des demografischen Wandels die Lebenssituation im Alter verändern wird, werden die gesellschaftlichen Veränderungen in die Untersuchung mit aufgenommen. 

Welche Methoden benutzen Sie, bzw. sehen Sie vor um Ihre Forschungsfrage zu beantworten? 

Neben einer interdisziplinären Literaturrecherche führe ich sozialwissenschaftliche, qualitative Interviews durch. Die Interviewform basiert u.a. auf den Ausführungen von KAUFMANN (1999), HELFFERICH (2011), FRIEBERTSHÄUSER/LANGER/PRENGEL (2013), KVALE (2007) und der soziologischen Ethnografie nach HONER (vgl. KARDOFF et. al.; 2008). Die Auswertung erfolgt nach der Methodik der Grounded Theory (vgl. STRAUSS, 1998). Im Anschluss ist eine „focus group“ geplant. 

Aktuelle Tätigkeit

Doktorandin im Bereich Designtheorie unter der Betreuung von Frau Prof. Dr. Wolf an der Bergischen Universität Wuppertal, Akademische Mitarbeiterin an der Fakultät Digitale Medien der Hochschule Furtwangen.

CV
Liesa Maier hat ihr Bachelor- und anschließendes Masterstudium im Kommunikationsdesign an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz absolviert. Für ihre Bachelorthesis erhielt sie das Karl-Steinbuch Stipendium der MFG-Stiftung Baden-Württemberg (http://stiftung.mfg.de/de/talentforderung). Ihre Masterthesis »Corporate Haptic« wurde in dem internationalen Design-Magazin »NOVUM«, Ausgabe 10/2010, (http://www.novumnet.de/) vorgestellt. Liesa Maier interessiert sich besonders für die interdisziplinäre Designforschung. Während ihres Studiums hat sie sich bereits mit Designforschung in den Bereichen E-Health/Serious Games, User-Centered Design und Strategisches Design befasst. Seit August 2011 beschäftigt sie sich mit ihrer Promotion. Seit September 2013 ist sie als Akademische Mitarbeiterin an der Fakultät Digitale Medien der Hochschule Furtwangen für die Masterstudiengänge Medieninformatik und Design Interaktiver Medien zuständig.